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Haltung der Wabenkröten bei Marion

Kalle hat seine...
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Ein hübsches...
Hier kann man...

Wie es dazu kam: Vor fast 8 Jahren legte ich mir mein erstes eigenes Aquarium zu, mit einem Schwarm kleiner Salmler, von denen ich mittlerweile nicht mal mehr den Namen weiß, da ich von Fischen völlig abgekommen bin, außer ich kann damit den Speiseplan meiner Frösche und Kröten anreichern. Ein Antennenwels und zwei kleine ZKFs zogen noch mit ein, da mir die hübschen Frösche im Zoogeschäft in einem extra Becken direkt ins Auge gefallen waren. Weil diese Minifrösche sehr putzig waren, ging ich wenige Tage später noch 2 Stück kaufen, wovon ein Männchen übrigens immer noch an meiner Seite weilt, zwar völlig blind mittlerweile, aber dadurch nicht beeinträchtigt, mein tapferer Anton.

So wurde ich mit dem Frosch-Virus infiziert. Da ich darauf bedacht bin, dass es meine Tiere so artgerecht wie möglich haben, habe ich mich mittels Internet und Literatur natürlich über die optimalen Haltungsbedingungen informiert. Daraus resultierte dann ab 2004 die Unterbringung in einem Artbecken, welche natürlich auch die erfolgreiche Vermehrung zur Folge hatte.

Wenn man sich näher mit ZKFs beschäftigt, bleibt natürlich nicht aus, dass man über Pipa Parva stolpert, um die es hier eigentlich geht. Wabenkröten finde ich sehr faszinierend, und so fing ich an, nach Pipa Parva zu suchen. Ich suchte in sämtlichen Aquaristik-Shops im Internet, in Reptilien-und Amphibienforen, etc. Wenn ich denn mal eine Anzeige fand, in der Pipa Parva angeboten wurden, dann war sie total veraltet.

Endlich im März 2009, nach fast 2 Jahren, fand ich eine Annonce, in der 3 Zwergwabenkröten angeboten wurden. Es sollte sich um zwei Weibchen und ein Männchen handeln. Ich holte die Tiere persönlich mit dem Auto, da es sich nur um 250 km handelte (für paar Kröten!).

Haltung: Ich hatte schon ein 60er Becken für sie vorbereitet, mit Wurzeln, einer halben Kokosnuss, Javafarn, Anubias, Wassersalat (Muschelblumen) und viel Javamoos. Die Temperatur war auf 24°C eingestellt, Wasserstand ca. 25cm. Den Filterauslauf habe ich mittels eines Schlauches verlängert, so dass das Wasser über eine Wurzel ins Becken läuft, damit nicht zuviel Strömung herrscht.

Die drei Tiere brauchten einige Zeit, bis sie sich eingelebt hatte, so ca 3-4 Wochen. Bei einem Weibchen fehlte an der linken Hand der dritte Finger fast ganz, bei einem anderen an der rechten Hand die Kuppe vom zweiten Finger. Die Dritte hat komplette Händchen, so kann ich sie alle drei unterscheiden. Getauft wurden sie natürlich auch. Helga, Gisela und Wolfgang, das passt irgendwie zu den Gesichtern. Ich finde, sie haben einen Gesichtsausdruck, der immer leicht griesgrämig wirkt. Gefüttert wird mit Mückenlarven schwarz, weiß rot, Artemia, Cyclops und Regenwürmern. Ich hatte ihnen auch einmal Bachflohkrebse gefangen, die haben sie aber verschmäht, was mich wunderte, den meine ZKFs finden die Krebschen gut, auch wenn die meisten davon zu groß für sie sind. Die erste Zeit sah man kaum was von ihnen. Dann, von einem Tag auf den anderen, verhielten sie sich, als wären sie schon immer in diesem Becken gewesen. Sie sind auch tagsüber sehr aktiv, hängen oft in den Pflanzen. Und ihre Lieblingsbeschäftigung scheint zu sein, mit dem Köpfchen aus dem Wasser irgendwo abzuhängen. Kurios sieht auch ihre Art zu schwimmen aus. ZKFs paddeln mit allen Vieren. Die Wabenkröten jedoch benutzen zum Schwimmen nur ihre Hinterbeine. Die Arme werden steif nach vorne gestreckt, mit den Handflächen nach oben. Manchmal fetzen sie durchs Becken wie von der Tarantel gepickt. Mich wundert es, dass sie sich dabei nicht sämtliche Fingerchen brechen. Das Becken leidet dann entsprechend, aber da mir dies schon vorher bekannt war, habe ich sämtliche Anubias auf Wurzel aufgebunden, was auch sehr ansprechend aussieht, wenn die Wurzeln dann nach unten über das Holz hängen. Der Javafarn besteht aus schon größeren Pflanzen mit starken Wurzeln, die gut Halt geben. Aber das Javamoos ist ziemlich zerfleddert. Einmal hatte ich nach der Beckenreinigung vergessen, die Kabelausschnitte wieder mit Filterwatte zuzustopfen. Morgens hat mir der Kater angezeigt, daß da was ganz Interessantes irgendwo unter dem Schrank sein muß, und mir schwante schon etwas, aber ich konnte nichts entdecken. War doch wirklich eine der Kröten ausgebüxt und ist glücklicherweise gerade beim Frühstück unter der Couch rausgehoppelt, so dass ich sie direkt wieder ins Becken tun konnte. Sie war noch feucht, der Ausbruch konnte also nicht lange zurückliegen, hätte aber auch anders enden können. Der Ausbruch war eigentlich voraus zu sehen, denn abends, wenn das Licht im Becken ausgeht, toben die Pipas manchmal wie irre durchs Becken, als würden sie eine Möglichkeit zum Entkommen suchen. Ich habe daraufhin den Wasserstand auf 20cm abgesenkt, und eine Wurzel so drapiert, dass sie einige Zentimeter aus dem Wasser ragt, falls die Kröten das Bedürfnis haben, mal auf dem Trockenen zu sitzen. Bis jetzt habe ich aber nie eine dabei beobachtet.

Juli 2010: Mittlerweile lebt Karl-Heinz mit dem Rest der Sippe in einem Aquarium, das vielleicht größer ist als manche Pfütze in seiner Heimat. Dadurch leidet auch die Pflanzenwelt des Aquariums nicht mehr, weil die Kröten jetzt richtig Platz haben um sich "auszuleben". Das Verhalten der Wabenkröten hat sich sehr zum Positiven entwickelt, d.h. sie sind wesentlich aktiver als in einem kleineren Aquarium, die Weibchen haben mehr Ausweichmöglichkeiten vor den ewig sexhungrigen Männchen, und die beiden Männchen Kalle und Eddi sind allabendlich bei ihren Kämpfen zu beobachten, sowie der knatternde "Gesang" der beiden, der sich anhört wie ein Geigerzähler und mittlerweile zu meinem Einschlaflied geworden ist.

Die Weibchen müssen von Zeit zu Zeit in ein anders Aquarium umziehen wenn sie schwanger sind, um dort in Ruhe ihre Quappen zur Welt zu bringen, welche dann wiederum in einem extra Behälter hochgepäppelt werden.

Wer also mit dem Pipa-Parva-Virus infiziert ist braucht früher oder später Eines: PLATZ und einen toleranten Partner....

Vergesellschaftung: Kleine Wabenkröten kann man prima mit Zwergkrallenfröschen vergesellschaften. Ausser einigen, für den Zuschauer äußerst belustigenden Fehlversuchen bei der Partnerwahl, gibt es keinerlei Probleme.

Pipa Parva sind auch nicht sehr empfindlich, was den Beibesatz mit diversen Fischen betrifft. Jedoch logischerweise nur mit friedlichen Fischen, die auch eine gewisse Größe nicht überschreiten sollten, z.B. Guppies, kleine Salmler, etc. Sie lassen sich von den Fischen nicht stören. Jedoch können die Fische bei den schwangeren Pipa-Weibchen versuchen, die Eier vom Rücken zu picken. Jungfische werden bis auf kleine Ausnahmen vom Hunger der Pipas verschont. Natürlich ein paar Welse zum Putzen.

Ebenso gute Erfahrungen haben wir beide mit Garnelen gemacht. RedFire, Red Crystal und Amanos harmonieren wunderbar mit den kleinen Wabenkröten. Zudem räumen sie die Reste vom Festmahl auf, putzen den Kröten ab und zu den Rücken :-) und nicht zu vergessen den optischen Wert, Pipa Parvas sind ja modisch nicht gerade auf der Höhe!

 

Die folgende Beschreibung von meinem Aquarium ist natürlich nur ein Beispiel. Nicht jeder hat genügend Platz für ein so großes Becken, aber 150-180 ltr. sollten es für 4-6 Pipa Parvas mit etwas Beibesatz schon sein.

 

Größe:  1,50m x 0,4m x 0,5m Bruttoinhalt 300 ltr.

Eckmattenfilter hinten links, mit Tauchpumpe, regulierbar bis 550 ltr./h, läuft meistens auf kleinster Stufe (ca.250 ltr./h), schon schön mit Javamoos zugewachsen

Einrichtung:  links einige Wurzeln mit Höhlen, rechts eine Savannenwurzel, 2-3 kleine Korkstücke als Schwimminsel, welche aber mit einem Saugnapf an passenden Stellen im Aquarium fixiert sind (beliebte Ruheplätze)

Pflanzen:  Javafarn, Javamoos, kleine Anubias, Wassernabel, Alternanthera      reineckii var. 'Rosaefolia', Indischer Wasserfreund, Nixkraut, als Schwimmpflanzen Muschelblumen und Schwimmfarn

Besatz: 6 Pipa Parva, 11 Zwergkrallenfrösche, 5 Ohrgitterharnischwelse (otocinclus affinis), 2 Dornaugen, 2 Amanogarnelen, ca.30 RedFire-Garnelen, Turmdeckelschnecken, Rote Posthornschnecken, Raubschnecken (Anentome Helena)

Am besten läßt man vorne im Aquarium in der Mitte einen freien Platz, an dem man auch immer füttert, so kann man die Kröten am besten beobachten.

Die Fotos unten müßt Ihr Euch zusammenhängend denken. Das Becken ist 1,50m lang, und bei einer Totalen hätte ich zu weit weg gehen müssen, und dann wären keine Einzelheiten mehr zu erkennen gewesen, deshalb der Dreiteiler :-(

 

 

Linke Seite
Beckenmitte
Rechte Seite
ein Mitbewohner...
Anton, der Älteste...
Artübergreifendes...
RedFire Garnele...
Die Lieblingsbe...
Karl-Heinz, genannt...
Frau Amano "entsorgt"...
Dornauge und ...
Relaxen...
Ein freches...
Ja wer...
Ein Sonntags...
SOWAS...
In diesem...
Mittlerweile...
Anton ist...
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