Im Aquarium versuchen wir natürlich ein optimales Futter zu geben, dass dem enspricht, das die Kröten in ihrem natürlichen Lebensraum vorfinden. Fast alles davon bekommen wir im Zoogeschäft als sogenannte TK-Ware, also tiefgefroren. Lediglich den Süsswasser-Kaviar muss man selbst herstellen.
Ich (Alexander) füttere den adulten Tieren 4mal pro Woche folgenden Mix:
60% schwarze Mückenlarven
25% rote Mückenlarven
5% Muschelfleich (Sorte: fein geschnitten)
5% weiße Mückelarven
5% roher Süsswasserkaviar (selbst entnommen und gewaschen)
Den jungen Kröten im kleinen Aquarium gebe ich täglich 1-2 mal:
50% Tubifex
20% weiße Mückenlarven
20% Artemia
10% rote Mückenlarven
Das Futter der Kaulquappen, siehe "Aufzucht der Kaulquappen".
Marion füttert auch kleine Regenwürmer aus dem Garten und anderes Kleingetier aus ihrem Teich, sowie Artemia, Schildkrötenfutter TK, und für ganz kleine Jungtiere als optimales Futter Cyclops.
Das Futter ist also nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr das Fressverhalten der kleinen Wabenkröten. Sie wühlen den ganzen Tag am Grund herum und suchen Fressbares. Dabei wird auch immer wieder Sand aufgenommen, im Maul auf Schluckwürdigkeit hin "untersucht" und bei Nichtgefallen wieder ausgespuckt. Es halten sich im Internet hartnäckige Gerüchte, dass die Kröten manchmal den Sand verschlucken und dann an Darmverschluss eingehen. Dies gibt es vielleicht bei den Axolotl, wenn die auf dem falschen Bodengrund (Sand) gehalten werden. Wenn dem bei Pipa Parva Wabenkröten so wäre, dann wären diese Amphibien bereits ausgestorben gewesen, bevor es uns Menschen gab.
Bringen wir Futter ins Aqarium ein, sollten wir immer an der selben Stelle (vorne an der Scheibe) und nur bei Tag füttern. Die Kröten lernen schnell, stellen ihre Futtersuche darauf ein und sind somit tagsüber stets im vorderen Bereich des Aquariums zu beobachten.
Die Menge an Futter hängt natürlich vom Besatz des Aquariums ab. Adulte Wabenkröten mit Dauer-"Bierbäuchen" sind auf jeden Fall überfüttert. Auch gibt es Hinweise von Haltern anderer Pipiden (Zwergkrallenfrosch, Krallenfrosch usw.), dass übermäßiges Füttern von roten Mückenlarven die Ballonfrosch-Krankeit hervorruft. Von unseren Wabenkröten kennen wir das bisher nicht - provozieren es aber natürlich auch nicht.
Jagdverhalten: Die Pipa Parva Kröte ist kein waschechter Jäger wie die Krallenfrösche, Zwergkrallenfrösche oder Pipa Pipa, die große Verwandte. Sie ist eher vom Typ Sammler. Sie durchwühlt den Bodengrund oder riecht das Fressbare und schwimmt dort hin. Kleine Tiere die ins Maul passen und die dumme Angewohnheit haben am Boden zu schlafen (z.B die eigenen Kaulquappen), können natürlich hin und wieder verschwinden. Kleine Rasbora-Fische schlafen nicht am Boden und daher gab es auch noch keine Verluste. In einem Test mit 20 neugeborenen Platy-Fischen, eingesetzt in das große Aquarium mit den adulten Pipa Parva, überlebten 3 dieser Zierfische. Diese 3 schliefen aber immer im oberen Bereich bei den Schwimmpflanzen. Auf jeden Fall konnte ein aktives Jagen nicht beobachtet werden - ein Schnappen beim Vorbeischwimmen aber schon.